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Fließgewässer
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bach2Fließgewässer zeichnen sich gegenüber Stillgewässern durch einen große Uferkontakt, kurze Verweilzeit und ständige Durchmischung des Wassers aus.

Aus mehreren Quellrinnsalen kann ein Bach entstehen. Wird dieser breiter als 5m, bezeichnet man ihn als Fluß, der sich zum Strom entwickeln kann. Fließgewässer haben im kühleren Oberlauf einen erhöhten Sauerst offgehalt sowie eine gerichtete und meist permanente Wasserströmung gemeinsam. Diese Strömung verhindert eine thermische Schichtung, wie sie in den Stillgewässern vorkommt.

 

Gefälle und Transport

Auf dem Weg von der Quelle zur Flussmündung nimmt die Fließgeschwindigkeit ab und in diesem Zusammenhang wird auch der Untergrund im Flussbett feinkörniger, denn grobes Material (Steine, Felsblöcke) kann nur bei hoher Fließgeschwindigkeit (Gebirgsbäche, Berglandbäche) vom Wasser transportiert werden. Wegen des geringeren Gefälles transportieren die Bäche des Flachlandes lediglich Grobsand, Sand und Schlick. Die Folge sind Versandungen und Schlickablagerungen in den Mittel- und Unterläufen der Fließgewässer, daraus resultieren zahlreiche Nebenarme oder Mäander. Im gleichen Maße wie sich die Fließgeschwindigkeit von der Quelle bis zur Mündung verringert, erhöht sich die Temperatur im Wasserkörper.

 

Wasserführung und Wasserstand

Entsprechend den Jahreszeiten und Wetterlagen schwankt die Wasserführung. Überdurchschnittliche Wasserstände sind Hochwasser, die sich als Überschwemmungen im Uferbereich ausbreiten. Regelmäßig überflutete Uferbereiche werden als Auen bezeichnet. Die Tatsache von Überschwemmungen ist ein Beispiel für die Wechselbeziehung zwischen Land- und Wasserlebensraum, die hier eine viel größere Bedeutung hat als bei Stillgewässern.

 

Wechselbeziehungen

Die Struktur der Fließgewässer bedingt, im Gegensatz zu den Seen, einen engeren Kontakt und eine Vielzahl von Wechselbeziehungen zu den Landlebensräumen. Dies ist durch die lineare Biotopstruktur sowie die im Verhält zum Wasservolumen nur geringe Gewässertiefe und -breite begründet. Häufig sind, je nach ihrer Beschaffenheit, in den jeweiligen Fließgewässersystemen natürlicherweise auch Stillwasserbezirke ausgebildet. So ist die Strömung in Altarmen oder Uferausbuch (Lagunen) stark reduziert und Wasserorganismen (z.B. Plankton) können kaum verdriftet werden. In diesen Bereichen können teilweise auch die Organismen der Stillgewässer existieren.

 

flusslauf